Ausländerrechtliche Begriffe

Aufenthaltsbewilligung:
Zweck ist vorübergehender Aufenthalt, z.B. für Besuch von Freunden oder Verwandten, eine Schulausbildung, Studium, Berufsausbildung.
Die Voraussetzung hierzu ist, daß wirtschaftliche Mittel zur Bestreitung der Kosten des Aufenthalts gesichert sind. Die zeitliche Begrenzung des Aufenthaltes ist bereits zu Beginn klar umrissen.

Aufenthaltsbefugnis:

Aufenthalt aufgrund humanitärer, völkerrechtlicher oder politischer Gründe, z.B. Bürgerkrieg im Heimatland, Asylbewerber.

Aufenthaltserlaubnis:

Gibt es zunächst nur befristet. Unbefristet nur wenn seit 5 Jahren eine gültige Aufenthaltsgenehmigung, ausreichende deutsche Sprachkennt-nisse sowie eine ausreichend große Familienwohnung vorhanden sind.

Aufenthaltsberechtigung:
Voraussetzungen:
8 Jahre gültige Aufenthaltsgenehmigung und ausreichende Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhaltes.
5 Jahre, wenn der Bewerber früher schon deutsche Staatsangehörigkeit besaß, häusliche Gemeinschaft mit einem deutschen Ehegatten oder die Anerkennung der Asylberechtigung gegeben sind.
Dieser Titel bietet den höchsten Grad an aufenthaltsrechtlicher Sicherheit. Wer eine Aufenthaltsberechtigung besitzt, kann nur aus schwerwiegenden Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ausgewiesen werden, zum Beispiel wenn er zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde.
Welcher Aufenthaltstitel erteilt wird, liegt nicht im Ermessen der Behörden, sondern bestimmt sich nach dem Aufenthaltszweck.
Die Aufenthaltsgenehmigung ist der Oberbegriff für die vier oben aufgeführten Aufenthaltstitel. Es gibt sie zum Zweck der Ausübung einer selbständigen und einer unselbständigen Tätigkeit, die Voraussetzungen sind jeweils unterschiedlich.

Flüchtling:
Jemand, der aus politischen, religiösen oder rassischen Gründen seine Heimat eilig verlassen hat oder verlassen musste und dabei seinen Besitz zurückgelassen hat.

Ausweisung:
ist die Rücknahme einer bestehenden Aufenthaltsgenehmigung und hat als Folge die Pflicht zur Ausreise sowie ein Verbot der Wiedereinreise.

Abschiebung:
ist die zwangsweise Durchsetzung einer bestehenden Ausreisepflicht, setzt also das Fehlen einer Aufenthaltsgenehmigung voraus.

Duldung:
ist KEINE Aufenthaltsgenehmigung, sondern lediglich ein Verzicht auf aufenthaltsbeendende Maßnahmen, z.B. auf Abschiebung.